junge Frau mit Fischgrätenzopf
Haarstyling | Flechtfrisuren

Flechtfrisuren-Anleitung: So stylst du den Fischgrätenzopf

Der Fischgrätenzopf ist ein echter Hingucker und das Flechten ist gar nicht so schwer. Wir zeigen dir Schritt-für-Schritt wie es geht, und welche Varianten es gibt – von klassisch bis hip, als kleiner Blickfang oder opulentes Gesamtkunstwerk

Rechts, links, rechts, links: Die meisten Frauen lernen das Flechten schon im Kindesalter. Wer seinem Flecht-Talent ein Upgrade spendieren möchte, sollte es mal mit einem Fischgrätenzopf versuchen. Er ist mit etwas Übung ebenso schnell frisiert, sieht aber wesentlich spektakulärer aus als ein klassisch-einfacher Flechtzopf.

 

Seinen Namen verdankt der Fischgrätenzopf übrigens seiner Fischgräten-Optik: Sein Muster erinnert an das Rückgrat eines Fisches. Einzige Voraussetzungen, um einen Fischgrätenzopf zu flechten: normal kräftiges, mittellanges oder langes Haar – sowie etwas Geschick im Flechten. Letzteres ist mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung ein Kinderspiel. Denn: Der Fischgrätenzopf sieht zum Glück komplizierter aus, als er zu frisieren ist. Also, auf die Flechte, fertig, los! 

Fischgrätenzopf: Was du zum Flechten brauchst

Möchtest du einen Fischgrätenzopf flechten, solltest du dir vorab ein paar Hilfsmittel zurechtzulegen:

 

  • Eine Bürste: Die Bürste hilft dabei, die Haare vor dem Flechten zu entwirren. Gleichzeitig bringt sie die Haare in die gewünschte Position. Verwende am besten eine antistatische Bürste, damit sich die Haare nicht aufladen und unschön abstehen.
  • Ein Haargummi: Halte ein oder mehrere Haargummis griffbereit, damit die Flechtfrisur sich nicht öffnet oder lockert. Um die Enden eines Zopfes zu fixieren, eignen sich kleine, durchsichtige Haargummis am besten. Sie fallen kaum auf und erwecken dadurch den Anschein, dass der Fischgrätenzopf von allein hält.
  • Bobby Pins: Die kleinen Haarklammern geben vor allem bei aufwendigeren Flechtfrisuren Halt und verschwinden optisch im Haar. Je besser die Farbe der Bobby Pins auf die Haarfarbe abgestimmt ist, desto weniger fallen sie auf. Die gewellte Seite der Haarklammern sollte für besseren Halt zum Kopf hin zeigen. Wenn du die Spangen vor dem Gebrauch mit etwas Haarspray besprühst, halten sie noch besser.
  • Haarspray: Mit Haarspray sorgst du abschließend dafür, dass der Fischgrätenzopf den ganzen Tag oder die ganze Nacht über hält.

Anleitung für den Fischgrätenzopf

Ein kleiner Tipp vorweg: Wasche dein Haar nicht unmittelbar, bevor du es zu einem Fischgrätenzopf flechtest. Mit am Vortag gewaschenen Haaren geht das Flechten nämlich leichter von der Hand und die Frisur hält deutlich besser, weil das Haar griffiger ist. Tipp: Wer trotzdem nicht auf die tägliche Haarwäsche verzichten möchte, kann auch mit Volumenpuder oder Trockenshampoo für mehr Griffigkeit im Haar sorgen.

 

  1. Ziehe den Scheitel so, wie du den Zopf später tragen möchtest, zum Beispiel einen Seitenscheitel, um den Zopf später über der Schulter zu tragen.
  2. Binde das Haar locker mit einem Haargummi zusammen. Tipp: Am einfachsten ist es, wenn du dein Haar über die Schulter nach vorne flechtest.
  3. Teile das Haar mit den Fingern in zwei gleich große Hauptpartien und halte Sie beide mit je einer Hand fest.
  4. Nun teile von der Außenseite der linken Hauptpartie eine dünne Strähne ab und führe diese zur Innenseite der rechten Hauptpartie. Je schmaler die abgeteilten Strähnen sind, desto filigraner wirkt der Fischgrätenzopf. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, sollten die Strähnen jedoch immer gleich breit sein.
  5. Wiederhole den Vorgang mit der anderen Seite: Teile eine dünne Strähne von der Außenseite der rechten Hauptpartie ab und führe diese zur Innenseite der linken Hauptpartie.
  6. Setzt du dieses Flechtprinzip fort, entsteht nach und nach ein Fischgrätenzopf. Achte darauf, den Zopf möglichst fest zu flechten, damit die Struktur gut sichtbar ist.
  7. Fixiere das Ende des Zopfs mit einem transparenten Haargummi und entferne das zu Beginn verwendete Haargummi vorsichtig. Für einen natürlicheren Undone-Look ziehe vorsichtig einzelne Partien aus dem Zopf heraus – et voilà, fertig ist der Fischgrätenzopf.

Weitere Varianten des Fischgrätenzopfs

Du beherrschst die Grundtechnik und möchtest dein Repertoire erweitern? Der Fischgrätenzopf zählt zu den absoluten Basics unter den Flechtfrisuren. Wenn du ihn einmal beherrschst, kannst du damit viele stylische Frisuren kreieren. Wir zeigen dir opulente, aber auch einfache Flechtfrisuren mit dem Fischgrätenzopf, die dir mit ein bisschen Übung garantiert gelingen! Fishtail Braids gibt es nämlich in ganz unterschiedlichen Varianten – von klassisch bis hip, als kleiner Blickfang oder opulentes Gesamtkunstwerk. Der Fischgrätenzopf lässt sich auf verschiedene Arten stylen. Wir haben drei besonders angesagte Versionen für dich ausgesucht. Wie die weiteren Varianten des Hairstyles geflochten werden, verraten wir dir der Reihe nach.

Fischgrätenzopf als minimalistische Abendfrisur

Pferdeschwanz trifft Fischgrätenzopf: Hier werden zwei Trends miteinander kombiniert und zu einem raffinierten Gesamtflechtwerk verbunden. Diese Frisur beweist, dass der Fischgrätenzopf auch als Detail im schlichten Pferdeschwanz ein echter Eyecatcher sein kann.

  1. Bürste dein Haar glatt und binde es im Nacken zu einem Ponytail.
  2. Beginne nun direkt hinter dem Haargummi die Fishtail-Partie zu flechten. Teile dafür den Zopf in zwei gleich breite Stränge. Trenne dann von der rechten Partie außen eine kleine Strähne ab und lege sie rüber zur linken Seite. Danach das Ganze andersherum: Von der linken Partie eine Strähne abteilen und zur rechten Seite legen.
  3. Fixiere den Fischgrätenteil mit einem dezenten Haargummi (in der Farbe deiner Haare oder transparent) und besprühe die komplette Frisur mit Glanzhaarlack.

Fischgrätenzopf als lässiger Half-Back

Du möchtest beim aktuellen Flechtfrisuren-Trend mitmachen, trägst dein Haar insgesamt aber lieber offen? Hier ist die Lösung: ein Mix aus beidem! Bei diesem Half-Back werden nur die zwei Seitenpartien, die sonst das Gesicht umspielen, nach hinten gestylt und erst einzeln, dann gemeinsam zu einem Fischgrätenzopf geflochten. Hier noch einmal Schritt für Schritt:

 

  1. Arbeite zunächst etwas Trockenshampoo in das Haar ein, dann ist es griffiger, lässt sich leichter flechten und hält vor allem besser.
  2. Teile auf jeder Seite eine etwa drei Finger breite Strähne ab.
  3. Flechte nun (wie oben beschrieben) eine der beiden Partien etwa bis zur Hälfte zu einem Fischgrätenzopf. Damit der Strang nicht gleich wieder aufgeht, fixiere dessen Ende mit einem Bobby Pin, dann kannst du mit der anderen Seite beginnen.
  4. Nimm danach die beiden geflochtenen Partien an ihren offenen Enden zusammen und flechte sie ineinander zu einem gemeinsamen Zopf.
  5. Fixiere das Ende mit einem feinen Haargummi und lockere das Flechtwerk und das offene Haar darunter etwas auf, indem du es leicht auseinander- und herauszupfst.
     

Fischgrätenzopf im Messy-Style

Klassische, also komplett geflochtene, Fischgrätenzöpfe zeigen sich jetzt im neuen Undone- Look: Das Haar wird dafür in zwei breiten Strängen locker geflochten. Beide Flechtzöpfe schön breit auseinanderziehen, es muss nicht perfekt geflochten aussehen, es dürfen auch Härchen herausfallen. Alles was du dafür brauchst: überschulterlanges Haar oder etwas Verstärkung mit Clip-in-Extensions.

  1. Ziehe einen Mittelscheitel und teile die Haare in zwei Hälften.
  2. Flechte jede Seite zu einem lockeren Fischgrätenzopf und fixiere die Enden mit jeweils einem Haargummi.
  3. Streue etwas Volumenpuder auf beide Zöpfe und knete das Produkt ein. Das Haar gewinnt dadurch an Fülle und durch die Bearbeitung lösen sich einzelne Härchen aus den Zöpfen – das bringt den angesagten Messy-Style.
  4. Zum Schluss kannst du einen der beiden Zöpfe nach vorne über die Schulter legen – fertig ist der Trendlook!